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Lachend schwingen die Mädchen am Seil durch die ganze Halle. „Das macht am meisten Spaß“, freut sich Anna*, Schülerin der Pestalozzi-Realschule und Teilnehmerin am IN VIA Projekt M³. Sie ist eine von 29 Mädchen aus der Emil-Thoma-Realschule und der Pestalozzi-Realschule, die sich gestern mit der IN VIA Botschafterin und Mountainbike-Spitzensportlerin Sabine Spitz im Emmendinger Sportcenter Impulsiv zum Austausch über ihre Projekte und zu sportlichen Aktivitäten trafen.

Die Mädchen übten sich in Dreiergruppen an der Kletterwand; einige Geübte wagten sich schon bis ganz nach oben, gesichert von ihrem Team, ermutigt und angeleitet von Sabine Spitz und den Trainer*innen. Für andere erforderte schon der Schritt vom Rand hin zum Mittun einigen Mut.  „Beim Sport entstehen immer auch neue Verbindungen zwischen den Menschen. Ich beobachte hier, dass Mädchen, die sich vorher nicht kannten, miteinander in Kontakt kommen“, stellte Sabine Spitz fest. „Und sowohl die Mädchen als auch ich selbst probieren hier Dinge aus, die wir sonst nicht machen. Die Mädchen haben Spaß und wachsen über sich hinaus; besonders beim Klettern ist es darüber hinaus wichtig, Vertrauen in die Kletterpartner*in zu entwickeln.“

Im Abenteuergarten ging es darum, gemeinsame Strategien zu finden, um Hindernisse zu überwinden, keine zurückzulassen, und natürlich um den Spaß an der Bewegung.

Sabine Spitz engagiert sich seit 2009 als IN VIA-Botschafterin für die Zukunft junger Menschen und ist seit 2013 Patin des Projekts M³. Durch ihr eigenes Vorbild vermittelt sie den Mädchen, dass es sich lohnt, eigene Ziele selbstbewusst und mit Ausdauer zu verfolgen, und sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen.

In den beiden IN VIA-Projekten M³ – Mädchen machen Mobil und Mädchen – aktiv  beschäftigen sich Mädchen aus verschiedenen Freiburger Schulen in präventiven Angeboten mit den Themen Gesundheit und Bewegung, Körper, Sexualität und Rollenverständnis sowie Ernährung.

Mit sport- und bewegungsorientierten Angeboten bieten die Projekte neue Lern- und Erfahrungsräume und Herausforderungen für lustvolles Lernen und Ausprobieren. Die Angebote tragen zu einer nachhaltigen Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens, der Gesundheitskompetenz sowie zur Stärkung der Teilnehmerinnen in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung bei. „Es ist wichtig, dass die Mädchen in der sensiblen Phase der Pubertät auch außerschulisch Stabilität erleben. In den Mädchenprojekten finden sie verlässliche Ansprechpersonen für ihre Themen. Diese Angebote sind sehr begehrt, wir bekommen Anfragen von den Schulen“, berichtet Doris Schrage, Projektleiterin am IN VIA-Mädchen- und Frauentreff in der Freiburger Poststraße.

Auch Gudrun Kreft, Abteilungsleiterin im Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Freiburg, schätzt die Angebote von IN VIA für die heranwachsenden Mädchen. Kreft überbrachte Grüße von Bürgermeisterin Stuchlik an IN VIA und an die Mädchen und gratulierte zum Jubiläum: der IN VIA Aktionstag mit Sabine Spitz fand schon zum 10. Mal statt, wie Barbara Denz, Vorstandsvorsitzende von IN VIA, betonte. Eine wichtige Botschaft, die Sabine immer an die Mädchen überbringe, sei die, dass sie auch auf unebenen Wegen ans Ziel gelangen.

Das Projekt M³ wurde über Jahre hinweg von der Stadt Freiburg finanziell unterstützt; derzeit wird es über die Adelhausen-Stiftung finanziert.  Mädchen – aktiv wird bis Ende 2018 durch die GlücksSpirale, Eigenmittel und Spenden finanziert.

Die Badische Zeitung begleitete den Aktionstag, lesen Sie hier den Beitrag.