Der diesjährige Diözesantag im Mai bot zwei Tage lang Raum für Austausch, Information und fachliche Auseinandersetzung – und zeigte den Verband einmal mehr von seiner engagierten und diskussionsfreudigen Seite.

Verbandstag: Wo stehen wir, wohin wollen wir?

Der erste Tag stand im Zeichen des Miteinanders. Nach einem Wiedersehen und einem gemeinsamen Gottesdienst ging es direkt in die allgemeine Verbandsinformation: Wo stehen wir? Wohin wollen wir? Und was bewegt uns gerade? Die Geschäftsführung gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen, laufende Projekte und die strategischen Schwerpunkte für die kommende Zeit – informativ, offen und mit Raum für Fragen.

Auch in diesem Jahr wurden Mitarbeitende von Vorstand und Mitarbeitendenvertretung für ihr langjähriges Engagement bei IN VIA geehrt – eine schöne Tradition in unserem Verband.

In der anschließenden Sitzung der Mitarbeiter*innenvertretung (MAV) standen wichtige Themen auf der Agenda, von Arbeitsbedingungen bis zu Zukunftsfragen der MAV-Arbeit. Im Anschluss fand die MAV-Wahl statt: Mit großer Beteiligung wurde das Gremium gewählt – herzlichen Glückwunsch an die neue MAV!

Fachtag: Soziale Arbeit ist politisch

Der zweite Tag stand unter dem Motto „Soziale Arbeit ist politisch“. Wer in der Sozialen Arbeit tätig ist, bezieht Position – ob gewollt oder nicht. Zwischen Neutralitätsgebot und klarer Haltung bewegen wir uns täglich, oft ohne es bewusst zu benennen. Der Impulsvortrag von brachte es auf den Punkt: Haltung zu zeigen ist keine Option, sondern Notwendigkeit – besonders im Verhältnis zu unseren Klient*innen. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist dabei nicht nur Grundlage unseres Handelns, sondern Auftrag: politisch Position beziehen, für Minderheiten eintreten und auch unbequem sein, wenn es nötig ist.

Im Anschluss boten fünf Workshops Raum für vertiefte Auseinandersetzung:

  • Geschlechtliche Vielfalt als Stresstest für demokratische Praxis: Wer zahlt den Preis, wenn wir neutral bleiben – und wie kann eine bewusste Positionierung gegenüber queerfeindlichen Narrativen konkret aussehen?
  • Radikal.Verstehen: Wie entstehen Radikalisierungsprozesse, welche Narrative treiben sie an – und welche Rolle spielen soziale Medien dabei?
  • Antifeminismus in der pädagogischen Praxis: Ein geschärfter Blick für subtile antifeministische und queerfeindliche Botschaften – mit praktischen Übungen zum eigenen Reagieren.
  • Mut zur Haltung: Ein Argumentationstraining, um rechtspopulistische Muster zu erkennen und Gegenstrategien zu entwickeln – für die Arbeitswelt ebenso wie für den Küchentisch.
  • Christlicher Fundamentalismus und Soziale Arbeit: Ein kritischer Blick auf Träger mit antifeministischer oder queerfeindlicher Ausrichtung, anhand konkreter Beispiele aus Freiburg und Baden-Württemberg.

Der Diözesantag 2026 hat gezeigt: Gemeinsam sind wir stark, streitbar und voller Ideen. Die Impulse nehmen wir mit in Arbeit in unseren Einrichtungen und Teams!

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