Europaabgeordnete zu Gast bei IN VIA

Wie ESF-Gelder vor Ort wirken und welche Chancen sie Frauen und Mädchen eröffnen, zeigte das Team von IN VIA der Europaabgeordneten Vivien Costanzo bei einem Besuch in der Offenburger Wasserstraße. Die „Landesarbeitsgemeinschaft katholische Jugendsozialarbeit“ (LAG KJS) hatte das Treffen angesichts der aktuellen politischen Debatte über die Zukunft des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) organisiert, um Costanzo zu veranschaulichen, wie EU-Gelder vor Ort Chancen eröffnen.

Anhand digital vorliegender Sprachnachrichten von Teilnehmerinnen aus Projekten zur beruflichen Integration von Frauen im Bürgergeldbezug wurde deutlich, wie IN VIA insbesondere strukturell mehrfach benachteiligte Frauen, wie etwa alleinerziehende Mütter ohne abgeschlossene Berufsausbildung, auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes und wirtschaftlich unabhängiges Leben unterstützt.

Im Jahr 2025 wurde unter dem Titel „Democratic Girls“ auch ein Projekt zur politischen Bildung geflüchteter Mädchen aus dem ESF gefördert. Teilnehmerin Elif Sinekli berichtete, dass sie im Projekt, ausgehend von Exkursionen zu den Jugendpolitiktagen in Berlin und zum Europäischen Parlament in Straßburg, gelernt habe, wie sie sich selbst politisch einbringen und beteiligen könne.

Die Europa-Abgeordnete Costanzo rückte den ESF aus dem engen fachpolitischen Fokus heraus und ordnete ihn in den größeren Zusammenhang der Frage ein, in welcher Gesellschaft wir künftig leben wollen. Wie die Europa-Abgeordnete stehen auch die Sozialverbände vor Ort vor der Herausforderung, Entscheidungsträger*innen auf allen politischen Ebenen für die Bedeutung der europäischen Fördermittel zu sensibilisieren und deren konkrete Wirkung sichtbar zu machen.

 

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