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Jugendliche bei der Velo Schenkendorf Preisverleihung: Mehrere junge Menschen machen eine Erfolgsgeste

LdE-Kompetenzzentrum: Engagement und Demokratieverständnis fördern!

„Lernen durch Engagement“ (LdE, engl. Service-Learning) ist eine Lehr- und Lernform, die gesellschaftliches Engagement von Schüler/-innen mit fachlichem Lernen im Unterricht verbindet.Kinder und Jugendliche setzen sich dabei für das Gemeinwohl im sozialen, politischen, ökologischen oder kulturellen Bereich ein. Das Engagement ist Teil des Unterrichts und eng verbunden mit den Inhalten der jeweiligen Bildungs- und Lehrpläne. Ziel ist es, jungen Menschen Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen und sie dabei in ihren sozialen, persönlichen, demokratischen und kognitiven Kompetenzen zu stärken.Als Mitglied im bundesweiten Netzwerk „Service-Learning – Lernen durch Engagement“ der Freudenberg Stiftung fördert IN VIA seit 2012 die Vernetzung von Bildungseinrichtungen und außerschulischen Institutionen und qualifiziert Multiplikatoren/-innen für die erfolgreiche Engagementförderung junger Menschen.
„Unsere Aufgabe ist es, alle beteiligten Akteure bei der Umsetzung von LdE fachlich zu beraten, und sie bei der Umsetzung zu begleiten.“ (Ulrich Bartel, LdE- Projektleiter und Schulbegleiter bei IN VIA Freiburg)
 logo Lernen durch Engagement

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Schule heute soll nicht nur kognitives Wissen, sondern darüber hinaus auch Lebensführungs- und Bewältigungskompetenzen vermitteln. Sinn und praktischer Nutzen des Gelernten werden durch LdE erfahrbar gemacht:
  • das gesellschaftliche Engagement von Kindern und Jugendlichen wird im Schulalltag verankert und mit dem Unterricht zu verbunden.
  • Schüler/innen setzen sich für das Gemeinwohl in ihrem unmittelbaren sozialen Umfeld ein und engagieren sich im sozialen, ökologischen, kulturellen oder politischen Bereich.
  • den Schüler/-innen wird bewusst, dass es sich lohnt, sich für die Gemeinschaft einzusetzen.
Viele Unternehmen erkennen, dass Standortfaktoren für eine positive Unternehmensentwicklung von zunehmender Bedeutung sind. Sie möchten sich mit ihren Beschäftigten, ihrem Know-how und ihren Sachleistungen aktiv und unterstützend in ihrem Umfeld einbringen, ob im Sozialen, in der Bildung, der Ökologie, der Kultur oder im Sport.
  • Gemeinsame Aktivitäten fördern das Verständnis füreinander und verbinden die Mitarbeitenden und die Auszubildenden
  • Die Mitarbeiter/-innen und Auszubildenden und identifizieren sich stärker mit dem Betrieb.
  • Die Unternehmen werden mit ihrem Engagement in der Öffentlichkeit wahrgenommen und erfahren einen Imagegewinn.
  • Die Auszubildenden trainieren berufs- und ausbildungsrelevante Handlungskompetenzen.
Die Verbesserung und Stärkung zivilgesellschaftlicher Infrastrukturen haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen und sich unter dem Begriff »Engagementpolitik« als eigenständiges Politikfeld etabliert. Nicht nur zivilgesellschaftliche Akteure, sondern auch Bund, Länder und Kommunen haben die Engagementförderung auf ihre Agenda genommen.
  • Die Kommune profitiert durch das – unbezahlte – Engagement junger Menschen
  • Menschen, die sich bereits in jungen Jahren sozial und für die Gesellschaft engagieren, tun dies auch in ihrem späteren Leben. Somit profitiert die Gesellschaft nachhaltig.
Die Kooperationen von Schule, Jugendhilfe und außerschulischen Partner/-innen gewinnen im Zuge einer ganzheitlichen Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen immer mehr an Bedeutung. Junge Menschen lernen durch die Beteiligung an Projekten und Initiativen ihr soziales, kulturelles und politisches Umfeld genauer kennen.
  • Die außerschulischen Einrichtungen erhalten durch LdE Unterstützung bei der Lösung realer Probleme
  • Die außerschulischen Einrichtungen arbeiten eng mit den beteiligten Projektpartner/-innen zusammen und können ihr Wissen und ihre Erfahrungen in die Projekte einbringen.
Hochschulen sollen zunehmend dem Anspruch gerecht werden, handlungs- und erfahrungsorientierte Lehre anzubieten, um Studierende auf die vielfältigen Herausforderungen in Gesellschaft und Wirtschaft vorzubereiten. Durch die Verknüpfung wissenschaftlicher Lehre und bürgerschaftlichem Engagement sowie die Anwendung praxis- und kompetenzorientierter Lehr-/ Lerninhalte trägt LdE zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit („employability“) und der Berufschancen von Hochschulabsolvent/-innen bei.
  • Die Hochschulen nutzen LdE zur Verbesserung der Praxistauglichkeit der jeweiligen Studiengänge und der beruflichen Handlungskompetenz ihrer Absolvent/-innen.
  • Der gesellschaftliche Nutzen von Wissen und Können ist effektiver miteinander verbunden.
  • Die Hochschulen erhalten viele Anregungen für die künftige Forschungsarbeit und arbeiten eng mit lokal bzw. regional tätigen Organisationen zusammen.

LdE-Projekte In der Region Freiburg

LdE an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ)

Schüler/-innen beschäftigen sich im Unterricht mit Material-/ Werkzeugkunde und Lasiertechniken, und engagieren sich in einer nahegelegenen Parkanlage mit der Instandhaltung von Parkbänken. (Albert-Schweitzer-Schule III)
„Es hat mir echt Spaß gemacht und ich würde es jederzeit nochmal machen.“ (Schüler eines Freiburger SBBZ)
Schüler/-innen beschäftigen sich im Unterricht mit Pflanzenkunde und Baumschneidetechniken, und engagieren sich im Rahmen einer Baumpatenschaft für die Pflege und den Erhalt mehrerer Obstbäume im angrenzenden Stadtteil. (Albert-Schweitzer-Schule III)
„Ich fand es gut dass wir so ein Projekt gemacht haben. Ich nehme viel mit, es hat Spaß gemacht.“ (Schülerin eines Freiburger SBBZ)
Schüler/-innen beschäftigen sich im Unterricht mit Natur- und Umweltschutz und engagieren sich im Rahmen einer Patenschaft für die Reinigung und Pflege eines nahegelegenen Dorfbrunnens. (Albert-Schweitzer-Schule III)
„Ich habe erfahren, dass man nicht aufgeben soll, weil man es vielleicht noch irgendwie lösen kann“. (Schüler eines Freiburger SBBZ)
Schüler/-innen beschäftigen sich im Unterricht mit der Sammlung, Reparatur und Instandsetzung gebrauchter Fahrräder und setzt diese zum Neubau und Verkauf ein. Ein Teil des Ertrages und ein Teil der Fahrräder werden für ein Entwicklungsprojekt in Afrika gespendet. (Schenkendorfschule Freiburg)
„Es ist schön, dass man mit ein bisschen Engagement anderen helfen kann“. (Schülerin eines Freiburger SBBZ)
„Unterricht wird so auch für „schulmüde“ Schüler/-innen wieder interessant“. (Rüdiger Köckritz, Techniklehrer an der Schenkendorfschule Freiburg)
„Mit unserer Schülerfirma als LdE- Projekt konnten unterrichtliche Inhalte überzeugend vermittelt werden.“ (Edwin Beugel, ehem. Klassenlehrer an der Schenkendorfschule Freiburg)
Schüler/-innen beschäftigen sich im Unterricht mit Kinder-/ Jugendliteratur und recherchieren verschiedene Spiel- und Bastelideen. Anschließend engagieren sie sich in nahegelegenen Kindergärten mit der Durchführung verschiedener Freizeitaktivitäten. (Schenkendorfschule Freiburg)
„Die Schüler/-innen haben gelernt über ihren eigenen Tellerrand hinauszuschauen, die Bedürfnisse anderer zu erkennen und als „Serviceleister“ auch schon in jungen Jahren Verantwortung zu übernehmen“. (Bernhardt Schley, Klassenlehrer an der Schenkendorfschule Freiburg)
„Durch die intensive Vorbereitungsphase des Sozialpraktikums konnten bestehende Ängste und Befürchtungen bei den Schüler/-innen abgebaut, und die Selbstsicherheit bei der Durchführung des Sozialen Engagements gesteigert werden“. (Heidemarie Korthaus, Schulsozialarbeiterin an der Schenkendorfschule Freiburg)
Schüler/-innen beschäftigen sich im Unterricht mit dem baulichen Zustand eines Freiburger Flüchtlingswohnheims, führen eine Befragung der Bewohner/-innen durch und tragen durch eine gemeinsame Malaktion zur Verschönerung des Eingangsbereichs bei. (Lessingschule Freiburg)
„Ich bin zufrieden mit mir selbst, weil ich immer gut mitgeholfen habe und auch interessiert war“. (Schüler eines Freiburger SBBZ)
„Man sollte im Team jeden reinziehen, weil es sonst für einen langweilig wird.“ (Schülerin eines Freiburger SBBZ)

LdE an Haupt-/ Werkrealschulen

Schüler/-innen einer Werkrealschule beschäftigen sich im Unterricht mit Material-, Werkzeug-, Tier- und Pflanzenkunde, und engagieren sich in städtischen Grünanlagen mit verschiedenen Laubsammelaktionen und dem Bau von Nistkästen gegen die Ausbreitung der Meniermotte. (Hebelschule Freiburg)
„Es hat mir echt Spaß gemacht und ich würde es jederzeit nochmal machen.“ (Schüler einer Freiburger Werkrealschule)
„Ich habe erfahren, dass es zusammen schneller geht.“ (Schülerin einer Freiburger Werkrealschule)
 

LdE an Realschulen

Schüler/-innen einer Realschule beschäftigen sich im Unterricht mit der aktuellen Situation in Freiburger Flüchtlingswohnheimen, führen Interviews mit Bewohner/-innen, Ehrenamtlichen und Fachkräften durch, und engagieren sich mit der Sammlung von Spielsachen, gemeinsamen Kochaktionen und Stadtführungen für Freiburger Flüchtlinge. (Pestalozzischule Freiburg)
„Für so ein Projekt sollte man diszipliniert sein.“ (Schüler einer Freiburger Realschule)
„Ich habe erfahren, dass jeder Mensch gleich ist, ob reich oder arm, jeder kann etwas.“ (Schüler einer Freiburger Realschule)
 

LdE an beruflichen Schulen

Schüler/-innen einer Berufsschule (VAB) beschäftigen sich im Unterricht mit Fluchtgründen, Fluchtwegen, Menschenrechten und (Grund-) Bedürfnissen, und tragen mit der Planung und Durchführung gemeinsamer Freizeitaktivitäten zur Verbesserung der schulischen Willkommenskultur für junge Geflüchtete aus angrenzenden Stadtteilen bei. (Edith-Stein-Schule Freiburg)
„Man kann sich nicht im Geringsten vorstellen, was die Flüchtlinge alles erlebt haben.“ (Schülerin einer Freiburger Berufsschule)
„Ich habe von den Flüchtlingen erfahren, wie sie sich fühlen – ihre Probleme und aktuelle Lage.“ (Schüler einer Freiburger Berufsschule)
„Projekte von LdE (Lernen durch Engagement) machen glücklich, weil man anderen dabei eine Freude macht.“ (Schülerin einer Freiburger Berufsschule)

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