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selbst gefertigte Collage: Hände auf grünem Hintergrund

„Ich will mit dem Herzen arbeiten“ wünscht sich Atalata aus Togo, die seit 2005 in Deutschland lebt. Sie war im letzten Jahr eine von 27 engagierten Teilnehmerinnen aus 13 Ländern im Projekt „IMA – Integration von Migrantinnen in den Arbeitsmarkt“, das von IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit in Offenburg angeboten wurde. Ziel des Projekts war es, Frauen mit Migrationshintergrund, insbesondere alleinerziehende Mütter, bei ihrer beruflichen Neuorientierung und beim Einstieg in eine Ausbildung oder in Arbeit zu unterstützen. Intensiver Deutschunterricht, Bewerbungstraining, Betriebs-Praktika, Unterstützung bei Organisation der Kinderbetreuung, ein Kunstprojekt mit gemeinsam geplanter anschließender Ausstellung, Radiointerviews mit Teilnehmerinnen und Mitarbeiterinnen und zahlreiche weitere Aktivitäten trugen zum Erfolg des Projektes bei: neun Frauen konnten in eine sozialversicherungspflichtige Arbeit vermittelt werden und zwei Frauen, eine davon ist Atalata, in eine Teilzeitausbildung in den Bereichen examinierte Altenpflege und Altenpflegehelferin. Eine Teilnehmerin nimmt inzwischen an einem Integrationskurs beim Institut für Deutsche Sprache in Offenburg teil, eine weitere beginnt im Januar eine Qualifizierung zur Betreuungsfachkraft.

Der Bedarf an Projekten zur Integration und Berufsvorbereitung für Frauen mit Migrationshintergrund bleibt auch nach Abschluss von IMA Ende 2015 groß. Deshalb startete IN VIA in Offenburg ab 1. Januar 2016 das Projekt „IMA 2.0“, das die Erfahrungen des letzten Jahres aufgreift und weiterentwickelt. Im Projekt IMA 2.0 werden Sprachbarrieren abgebaut, die Teilnehmerinnen werden unterstützt, sich beruflich zu orientieren, für jede Teilnehmerin ist eine zwei- bis vierwöchige Praxisphase geplant. Im Bedarfsfall werden die Frauen beim Berufseinstieg begleitet; die Arbeitgeber/-innen der Region sollen für das Potential von Frauen mit Migrationshintergrund und von Diversität in ihrem Unternehmen sensibilisiert werden. Am Projekt können 18 Frauen teilnehmen. Das Projekt IMA 2.0 wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, es findet in Kooperation mit der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (Jobcenter) statt.